Als wir am ersten Dezember 2000 nach Düsseldorf zurückkehrten, war das Wetter wieder einmal zum Heulen. Graue Wolken hingen tief über der Stadt. Aber im Gegensatz zu anderen trüben Tagen, konnte mir das Wetter in diesem Moment nicht meine gute Laune vermiesen. Ich war einfach zu glücklich.
Mit Tatjana zusammen zu sein, war ein Geschenk des Himmels. Die wenigen Tage, die ich mit ihr alleine verbracht hatte, waren seit Jahren meine Besten gewesen. Vergessen waren die Stunden, die ich einsam auf den Rheinwiesen zugebracht hatte, dachte ich, als wir die Rheinknie Brücke überfuhren.
Nach zehn Stunden ermüdender Autofahrt, lagen nur noch wenige Kilometer bis zu meiner Wohnung vor uns. Dort wollten wir uns kurz trennen. Schließlich mussten wir einige persönliche Dinge klären, um danach so schnell wie möglich nach Russland fliegen zu können.
Doch selbst diese kurze Trennung viel uns äußerst schwer. Nachdem sie den Wagen vor meiner Haustür gestoppt hatte, küssten wir uns als wäre es das letzte mal. Dabei vergaßen wir für den Moment alles, was um uns herum geschah. Ich genoss jede Sekunde, in der Tatjanas Wärme meinen ganzen Körper durchströmte. Sie tat mir gut, und obwohl mein Herz schneller schlug als regulär, verspürte ich eine angenehme innere Ruhe und Ausgeglichenheit. Ein plötzliches Klopfen an der Seitenscheibe riss mich jedoch aus diesem angenehmen Gefühl der Geborgenheit.

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